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Unser Kampf gegen Leukämie


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  Einführung und Geschichte der Alfred & Angelika Gutermuth-Stiftung

Jährlich erkranken in Deutschland ca. 11.000 Menschen aller Altersgruppen an Blutkrebs (Leukämie). Diese heimtückische Erkrankung kann jeden von uns treffen und tritt in verschiedenen Krankheitsbildern und Formen auf. In jedem Fall produziert das Knochenmark  der betroffenen Patienten nicht mehr genügend oder überhaupt keine gesunden Blutzellen.

Angelika und Alfred Gutermuth hatten schon in den 70er Jahren die Idee zur Gründung  einer Stiftung. Als Angelika Gutermuth an Leukämie erkrankte, gewann die Idee bald klare Konturen und das Ziel stand fest: 1998 haben wir die Alfred und Angelika Gutermuth-Stiftung errichtet. Unsere Ersparnisse sollten verantwortungsvoll und zum Nutzen anderer, die ähnliches Leid erfahren, verwendet werden, damit die Hoffnung auf Heilung in Zukunft eine reale Chance hat.
Die Genehmigung durch den Regierungspräsidenten in Darmstadt
erfolgte am 24. 09. 1998 – Az. III  – 21- 25 d 04.11 – (12) 415.
Angelika Gutermuth hat die Errichtung der Stiftung noch mitgestaltet. Sie verstarb im Januar 1999 an der tückischen Krankheit.
Unsere Zuversicht besteht darin, gemeinsam mit Fachleuten und engagierten Menschen weitere Fortschritte für die Überlebenschancen von Leukämiepatienten zu erreichen.
Wir danken allen, die dieses Ziel unterstützen.

Zweck der Stiftung ist die Förderung der Wissenschaft und Forschung auf dem Gebiet der bösartigen Erkrankungen des blutbildenden Systems, insbesondere des myelodysplasti-schen Syndroms, der Leukämie und assoziierter Erkrankungen.


War noch vor 25 Jahren die Diagnose Leukämie mit einem Todesurteil gleichzusetzen, eröffnen sich heutzutage zumindest für einen Teil der Patienten realistische Heilungs-chancen. Rund 40% der neu an Blutkrebs Erkrankten können geheilt werden. Moderne Therapien – das Ergebnis zahlreicher Forschungsanstrengungen – haben dies ermöglicht. Mehr als die Hälfte der Leukämiepatienten stirbt jedoch immer noch an dieser Krankheit.  Nur durch weitere gezielte Forschung wird es möglich sein, die Überlebenschancen für Leukämiepatienten zukünftig zu verbessern.

Die Alfred und Angelika Gutermuth-Stiftung ist eine kleine Organisation, die in der heut-zutage unübersichtlichen Stiftungslandschaft ein klares Konzept verfolgt: Sie versteht sich als Impulsgeber und fördert die Anschubfinanzierung „junger Projekte“ und Teilgebiete größerer Forschungsvorhaben. Darüber hinaus ermöglicht sie Nachwuchswissenschaftlern durch die Vergabe von Förderpreisen, ihre Ergebnisse weiter auszubauen. Im Rahmen der gezielten Unterstützung bisher kleiner, aber viel versprechender Vorhaben kommt dabei dem fachlichen Dialog zwischen den Beteiligten besondere Bedeutung zu.

In Zeiten immer leerer werdender öffentlicher Kassen haben sich die Auswahlkriterien für die Forschungsförderung verändert. Um in den Genuss einer staatlichen Förderung oder der einer bekannten Großstiftung zu kommen, müssen besonders junge Wissenschaftler erste Ergebnisse vorweisen können. Auch im Bereich der Leukämieforschung bedarf es mehr und mehr der Anschubfinanzierung, um neuen Ideen eine Chance zu geben.

Die Alfred und Angelika Gutermuth-Stiftung setzt genau an diesem Punkt an: In den  Jahren seit ihrem Bestehen konnten viele Forschungsvorhaben an den Universitätskliniken in Frankfurt am Main, Berlin, Mannheim und Hamburg unterstützt und herausragende Arbeiten prämiert werden. Ein besonderes Augenmerk wurde dabei auf zukunftsweisende Projekte gelegt, die an der Schnittstelle zw. Grundlagenforschung und praktischer Anwendung in der Klinik angesiedelt sind.

Seit 2009 engagiert sich die Stiftung auch in Baden Württemberg und unterstützt am Standort Mannheim der medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg ein MDS-Zentrum zur Diagnostik und Therapie von Leukämiekranken mit wissenschaftlichem Labor zur Untersuchung der Ursachen dieser Erkrankungen. s. a. MDS-Exzellenzzentrum

Durch ehrenamtliches Engagement konnten die Ausgaben für die Verwaltung der Stiftung kontinuierlich gesenkt werden. Sie betrugen im Durchschnitt der letzten zwölf Jahre (2004 bis 2016) unter 2 % der Gesamteinnahmen der Stiftung.

 

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